Wanderung durch das Krottenbachtal am Sylvensteinspeicher

written by Lisa 17. Juli 2015

Ich möchte euch diese Wanderung nicht vorenthalten, obwohl es schon etwa zwei Jahre her ist, dass ich die gemacht habe. Aus unterschiedlichen Gründen ist sie mir sehr im Gedächtnis geblieben:

1. Wir sind den ersten Teil der Strecke über eine breite Forststraße mit dem Mountainbike hochgefahren, was ich extrem anstrengend fand!
2. Die anschließende Wanderung durch das abgeschiedene Krottenbachtal ist einfach unbeschreiblich idyllisch und extrem gering frequentiert, sodass man diese wunderschöne Natur entlang des Krottenbachs fast ganz für sich alleine hat.
3. Aus bisher noch ungeklärten Gründen haben uns in dem Bereich wo die Forststraße in den Wanderweg mündet eine Horde Bremsen überfallen. Und ich meine nicht 10 von diesen fiesen Tierchen, die einen plagen, sondern hunderte aggressive Exemplare vor denen wir 5 Minuten lang wegrennen mussten.

 Aufstieg 4:30 h                Abstieg 2:30 h                1000 m

Ort: Delpsee (Karwendel)

Adresse: Dürrachstraße, Fall am Sylvensteinspeicher, 83661 Lenggries

Entfernung zu München: 77 km (70 Minuten)

Eigentliches Ziel der Wanderung war der kleine Delpsee, der den Krottenbach speist und wir waren auch mit den besten Absichten auf dem besten Weg dorthin…

Wanderung durchs Krottenbachtal Wanderung durchs Krottenbachtal Wanderung durchs Krottenbachtal

An diesem alle Hitzerekorde brechenden Sonntag sind wir extra früh aufgestanden, um diesen glühenden Tag in der Kühle eines Bergsees zu überstehen. Von den kostenlosen Parkplätzen in Fall bei der Übersichtstafel führt eine leicht abschüssige zunächst geteerte Straße durch den Wald. Nach etwa 1.000 m zweigt rechts eine breite, recht steile Schotterstraße ab, der es zu folgen gilt. Macht man diese Tour zu Fuß, braucht man bis zum See etwa 4 Stunden. Wir sind bis zum Beginn des Wanderweges (etwa 6,5 km) mit dem Rad gefahren und haben dann die Räder im Gebüsch zurückgelassen. Der Schotterweg führt oberhalb der Krottenbachklamm entlang und mündet auf Höhe der ehemaligen Krottenbachalm in den Wanderweg, von dem aus man noch etwa zwei Stunden bei zum See braucht. Ab hier ist der Weg durch das Krottenbachtal absolut malerisch und wie gesagt menschenleer. Der Krottenbach fließt in einem breiten Flussbett mal rechts, mal links vom Weg und lädt immer wieder zum Erfrischen ein (hier hat uns die Bremsenplage heimgesucht).

Blickt man in Laufrichtung talaufwärts, sieht man eine mehr oder weniger senkrechte 100 Meter hohe Felskante, die es bis zum Ziel zu erklimmen gilt. Hier haben wir den einzigen Wanderer der ganzen Strecke getroffen, der uns mitgeteilt hat, dass es oben im schattigen Wald noch feuchter und bremsiger wird, weshalb wir uns schließlich dich geschlagen geben mussten. Als Entschädigung haben wir dann direkt unterhalb der Kante an einem kleinen Wasserfall gebadet und uns von der Bremsenplage erholt, bevor wir den Weg zu den Rädern wieder zurückgerannt sind und uns schnell aus dem Staub gemacht haben.

Versteht mich nicht falsch – diese Tour ist wirklich wunderschön und absolut erwandernswert, wir hatten nur Pech mit dem Getier auf dem Weg…

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