Shopping Ban Januar 2018

written by Lisa 2. Februar 2018

Mein Ziel im Januar war es, keine Konsumgüter zu kaufen. Daher passt der Begriff Shopping Ban schon irgendwie, ist dann aber doch nicht ganz korrekt. Da ich schon im Dezember gemerkt habe, dass ich im Moment alles habe, was ich brauche und mir nichts fehlt, wollte ich mich vor die Herausforderung stellen, mein Einkaufsverhalten einen Monat lang zu beobachten. Lebensmittel und wichtige Utensilien wie Deo und Zahnpasta sind für mich in diesem Fall nicht in die Kategorie Konsumgüter gefallen, sondern vor allem Kleidung, Deko und Zeugs, was man sich in der Regel einfach mal schnell so bei Amazon bestellt. Daher war es kein richtiger Shopping Ban, sondern eher eine Einschränkung meines Kaufverhaltens.

Ich bin niemand, der sinnlos Geld ausgibt, aber ich neige doch dazu, öfter mal etwas mitzunehmen, weil es mir gerade gefällt. Schon lange ist für mich shoppen (anders als mit 16) kein Hobby oder eine Freizeitbeschäftigung mehr, da ich die Menschenmassen in der Innenstadt nicht ertragen kann und Geld inzwischen einen anderen Stellenwert hat. Aber glücklicherweise gibt es ja noch das Online-Shopping, was spontane Bestellungen viel einfacher macht, auch wenn ich aus einer Bestellung von 10 Teilen nur 2 behalte.

Da ich mich seit einigen Monaten sehr für die Themen Capsule Wardrobe, Zero Waste und Naturkosmetik interessiere und auch versuche, dieses Jahr meine Kosmetik auf komplett natürlichen Alternativen umzustellen, fand ich den Shopping Ban ein interessantes Projekt – und es war ja nur ein Monat, wie schwer kann das schon sein?
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: keine Impulskäufe. Gewissenhafter einkaufen. Mehr Geld am Ende des Monats auf dem Konto (z.B. zum Spenden). Weniger Zeug in der Wohnung. Weniger Verpackungsmüll. Und einfach die Freiheit zu haben, nichts kaufen zu müssen. Klingt erstmal seltsam, aber wenn man sich nicht zwischen dem blauen oder grauen Oberteil entscheiden muss, sondern einfach keins der beiden nehmen kann, ist das irgendwie eine Erleichterung.

Meine Einkaufsliste Januar 2018

Alle Dinge, die ich während des Monats meinte haben zu müssen, habe ich auf einer Einkaufsliste notiert, die ich mir am Ende des Monats, also jetzt, nochmal ansehe und beurteile, welche der Dinge ich tatsächlich brauche / immer noch haben möchte oder die für mich vielleicht gar nicht mehr relevant sind. Denn diesen Fall kennt jeder: ganz dringend braucht man dieses oder jenes und hat man es dann gekauft, liegt es doch nur rum und die Euphorie war größer als der Nutzen selbst (wie dieser Fusselrasierer, der noch originalverpackt im Regal liegt).

Auf Instagram habe ich am Ende jeder Januarwoche einen kurzen Abriss über die Sachen gegeben, die ich im Laufe der Woche gesehen und gerne gekauft hätte und zwar waren das im Januar folgende:

 

Was werde ich tatsächlich kaufen und was nicht

YES :: Auf jeden Fall wird es eine Amazon Bestellung geben, in der ich mir das Buch, den Luftentfeuchter und den Essential Oil Diffusor liefern lasse. Das Buch interessiert mich nach wie vor sehr, der Entfeuchtet ist für das neue Auto meiner Mutter und von dem Diffusor bin ich mehr denn je überzeugt. Was die Flüge angeht: den nach England werde ich tatsächlich nicht mehr buchen, da er inzwischen viel zu teuer geworden ist – definitiv eine Negativseite an diesem Shopping Ban. Vielleicht sollte ich mir für solche Fälle einen Joker erlauben? Athen is still on btw. Naturkosmetik ist natürlich ein Sammelbegriff für die einzelnen Produkte, die ich aktuell im Auge habe. Hier werde ich vorerst noch mehr recherchieren, bevor ich etwas kaufe. Was die Klamotten angeht, habe ich tatsächlich die Dinge aufgelistet, die mir als Basics seit Langem im Kleiderschrank fehlen: die Shirts, die Jeans und die schwarze Jacke, nach der ich schon seit Jahren suche.

NOPE :: Das Sweatshirt dagegen hätte ich gerne, brauche ich aber nicht unbedingt, ebensowenig wie die Sichtschutzfolie für meinen Laptop, die mir vor ein paar Woche sehr praktisch erschien. Ich arbeite viel zu selten an Orten, an denen mir fremde Leute in den Bildschirm schauen könnten, deshalb werde ich diese wohl tatsächlich nicht kaufen.

Alles in allem bin ich ziemlich zufrieden mit mir, denn auf der Liste stehen nach 4 Wochen viel weniger Dinge, als gedacht. Stattdessen viele Basics, ein Buch und Diffusor für Geist und Wohlbefinden und der Flug nach Athen, um Erlebnisse dieses Jahr festzustecken. Das Ganze hat mir sogar so gut gefallen, dass ich dieses Schema für die nächsten Monate beibehalten möchte, um noch mehr über mein Kaufverhalten herauszufinden.

Einige von euch haben mir erzählt, dass sie bei meinem Monat Shopping Ban mitgemacht haben – was stand denn auf eurer Liste? Was davon kauft ihr tatsächlich, was nicht? Und ist es euch schwergefallen, den sofortigen Kaufimpuls zu widerstehen?

Die wunderschönen Bilder in diesem Beitrag sind übrigens letztes Wochenende auf der Nordkette entstanden. Fotografiert hat die unglaublich liebe Alexandra Kasper.

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