Schneeparadies Bayerische Wildalm

written by Lisa 17. Februar 2018

Wenn ihr das lest, bin ich schon auf dem Weg zum nächsten Wochenend-Abenteuer… Aber erstmal ein Hoch auf die Freunde, die solche Trips wie den letztes Wochenende organisieren. Die, die Leute zusammen trommeln, die Unterkünfte buchen und denen man für die Erinnerungen und neuen Bekanntschaften dankbar ist. Diese Freunde organisierten schon die Wanderung auf die Siglhütte und die Rauhalmhütte. Alles Selbstversorgerhütten des DAV und Mal im Sommer, Mal im Winter bewandert. Und letztes Wochenende: die Bayerische Wildalm.

Die Bayerische Wildalm erreicht man über den Achensee und besticht durch ihre einsame Lage in einem kleinen Talkessel – der Wildalm. Wir haben den Aufstieg mit Skitouren Ski und Schneeschuhen gemacht und kamen nach 3 Stunden ans Ziel. Da man sich auf der Hütte selbst verpflegen, einheizen und die Betten beziehen muss, muss alles was man braucht dorthin transportiert werden. Wie die Packesel ging es mit Zutaten für Spaghetti Bolognese (Pesto), Schokolade, 6 Laibern Brot, Wurst, Käse, Marmelade, Schokolade und warmen Schlafsäcken immer aufwärts. Vielleicht lag es auch an den Gin und Whisky Flaschen, dass der Aufstieg Recht beschwerlich war…

Oben angekommen, hat es circa 3 Stunden gedauert, bis uns und die Hütte einigermaßen warm waren. Vielleicht hat auch der Whisky geholfen, man weiß es nicht. Da die Schlafräume nicht beheizt werden, blieb uns nach der Spaghetti Bolognese und diversen Runden Code Name und Wizard nichts anderes übrig, als uns bis zur Nasenspitze in den Schlafsäcken zu verkriechen und uns mit den Wärmflaschen zu wärmen, die auf der Hütte zur Verfügung stehen.

Nach dem ziemlich bewölkten Aufstieg zur Bayerischen Wildalm sind wir am Sonntag zu strahlendem Sonnenschein aufgewacht. Der Schnee hat geglitzert, die Luft nach Schnee gerochen und das Frühstück nach der kalten Nacht umso besser geschmeckt. Dank der Leihskischuhe hatte ich vom Aufstieg an jedem Fußballen 3 fette Blasen und konnte nur auf meinen Fußaußenkanten laufen. Deshalb ist für mich eine Tour am Sonntag ausgefallen und ich habe die Sonne auf der Terrasse vor der Hütte genossen (ich muss euch nicht erzählen, dass die Abfahrt mit den Blasen eine Qual war…).

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