Kroatien || Segeln an der Dalmatinischen Küste, Vis und Hvar

written by Lisa 7. September 2017

Wir haben es wieder getan – eine Woche Segeln. Diesmal in: Kroatien.

Da wir dieses Jahr unseren eigenen Skipper hatten, mussten wir uns nicht wie die letzten Jahre in Griechenland oder Italien einem Boot oder einer Segelcrew anschließen, sondern haben uns für die eine Woche ein eigenes Boot gechartert (für die, die es interessiert: unser Charterer war Burin Yachtcharter) und sind ab Split gesegelt.

 

Unsere Crew bestand dieses Jahr aus 10 Personen, alles Freunde und damit die wohl stimmigste Crew, mit der ich bisher gesegelt bin – ihr wart die Besten! Das Boot, das wir uns für die Woche ausgesucht hatten, war eine brandneue Hanse505 von 2017. Wem das nichts sagt – keine Sorge – für den ist hier ein Bild von der Schönheit.

Wir hatten dieses Jahr nicht nur die coolste Crew bis dato, sondern auch den ereignisreichsten Segeltörn. Wir ihr euch vorstellen könnt, ist ein Anker für ein Boot extrem wichtig, denn erhält es an Ort und Stelle. Blöd ist es dann, wenn der Anker nicht ordnungsgemäß am Boot befestigt ist und daher beim ankern einfach samt Kette mit einem leisen „Plop“ komplett im Wasser verschwindet und am Meeresgrund liegt. Nachdem wir alle ein paar Sekunden in Schockstarre verharrt haben, haben wir den gesamten Nachmittag damit verbracht, den schweren Anker aus 10 Metern Tiefe wieder zu bergen. Und wir waren erfolgreich: mit einer Angel, einem SUP-Board, dem Ersatzanker, den Dingy, Taucherbrillen und viel Kreativität.
Mit hungrigen Bäuchen, sonnenverbrannten Rücken aber glückselig ob unseres Erfolges haben wir uns bei Sonnenuntergang auf den Weg zu unserer Bucht für die Nacht gemacht, als wir einige Meter von uns entfernt ein Motorboot in Seenot gesehen haben. Die Bordelektronik dieses Bootes war ausgefallen, weshalb das Paar auf dem Boot keine Hilfe rufen konnte – und Englisch konnten die beiden auch nicht. Uns blieb also nicht anderes übrig als das Paar samt Boot in den nächsten Hafen zu schleppen. Mit Booten funktioniert das Abschleppen in etwa so wie bei Autos, allerdings muss man jede Bewegung, Beschleunigung oder Bremsung viel früher einplanen, da das Wasser immer in Bewegung ist und ein Zusammenstoß der Boote das letzte ist, was man brauchen kann.
Aber nach unserer stundenlangen Anker-Bergungsaktion konnte uns nichts mehr schrecken und wir haben auch diese Herausforderung gemeistert. Ich glaube ich muss nicht sagen, dass die Gin Tonic-Runde an diesem Abend rauschender war, als die Abende davor.

Abgesehen von diesem verrückten Tag hat alles andere beim Segeln in Kroatien soweit gut geklappt, wir haben wunderschöne Sonnenuntergänge gesehen, Delfine auch, wir haben ein Wine Testing in Hvar gemacht, sind durch die Straßen von Vis und Stari Grad und sind ganz früh morgens auf einen Hang an unserer Bucht geklettert, um den Sonnenaufgang anzuschauen.

Wie es Sitte ist, sind immer zwei Personen für das Abendessen zuständig und wir haben wahnsinnig gut gegessen: Paella, Bouillabaisse, Schokomousse, Schokotarte, Pilz-Risotto, Zucchini-Quiche, Kaiserschmarren und und und.

Über die letzten Segeltörns in Italien und Griechenland habe ich hier auf dem Blog bereits berichtet. Was man für eine Woche Segeln packen sollte und wie viel eine Woche ungefähr kostet, könnt ihr auf dem Blog ebenfalls nachlesen.

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