Für wen ich dieses Jahr spende

written by Lisa 19. Januar 2018

In meinen Plänen für 2018 habe ich einige Dinge aufgezählt, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe – unter Anderem den Wunsch, meine Hautpflege und Make-up bis Ende diesen Jahres auf Naturkosmetik umzustellen. Ich hoffe, ich schaffe es, für alle Produkte, die ich aktuell verwende, einen guten Ersatz in der natürlichen Kosmetik zu finden.

Das ist ein Punkt und Anliegen von mir, den ich bisher öffentlich kundgetan habe. Aber bereits seit den letzten 2 Jahren bemühe ich mich, mehr zu tun. Vor allem, Plastik- und Verpackungsmüll zu reduzieren und ich bin überzeugt davon, dass jeder kleine Schritte tun kann dieses Ziel zu verfolgen, die nicht weh tun, aber effektiv sind.

Wer mich kennt, sagt jetzt: ja Lisa, aber dafür bestellst du viel im Internet. Ja, das stimmt, das ist ein Punkt, an dem ich arbeiten muss. Ich bin bei weitem nicht perfekt, aber ich achte auf bestimmte Dinge, die mir inzwischen schon in Fleisch und Blut übergegangen sind. Zum Beispiel drucke ich keine Tickets mehr aus, kaufe im Supermarkt keine Tüten, trinke kein Wasser aus Plastikflaschen, kaufe lieber verpackungsfreies nicht-bio Obst und Gemüse, als Verpacktes, nehme keine Give aways oder andere Dinge an, von denen ich weiß, dass sie daheim im Müll landen werden und bevorzuge immer Glas- über Plastikverpackungen. Wenn ich bei Amazon bestelle, achte ich darauf, eine Sammelbestellung zu machen und mir nicht jede Bestellung einzeln liefern zu lassen. Wie gesagt: Baby Steps.

Deshalb habe ich dieses Jahr an die Organisation The Ocean Cleanup gespendet.
Ihr habt sicher schon davon gehört, denn die Aktion ging 2014 um die Welt: Boyan Slat, ein niederländischer Student der Luft- und Raumfahrttechnik, möchte die Weltmeere von dem Plastikmüll befreien, den wir jeden Tag bewusst oder unbewusst über Flüsse und andere Wege ins Meer befördern. Eine Machbarkeitsstudie, an der über 100 Forscher beteiligt waren, machte schnell klar, dass so ein Projekt lohnenswert wäre. In diesem TED-Talk erklärt Boyan alles über seine Beweggründe und Pläne:

Im Oktober 2014 wurden über Crowdfunding die benötigten 2 Millionen US-Dollar eingesammelt, um einen Prototyp zu bauen. Das Konzept besteht aus 50 km langen, V-förmig angeordneten Schläuchen, die an der Meeresoberfläche schwimmen und durch Gewichte am Meeresboden gehalten werden. Sie sammeln 90% des schwimmenden Plastikmülls ab einer Größe von 20 mm ein, bevor es über die Jahre zu Mikroplastik wird. Aufgrund seines geringen Gewichts treibt der meiste Plastikmüll in den oberen 3 Metern der Ozeane.
Nachdem nun Prototypen zwischen Japan und Südkorea sowie in der Nordsee getestet wurden, ist nun Ende letzten Jahres das erste, vollflächige System in Produktion gegangen. Dieses wird im Mai 2018 vor San Francisco eingesetzt. Wie das vonstatten gehen wird, kann man sich hier im Video anschauen:

Aus meiner Sicht ein unglaublich förderungswürdiges Projekt, das ich – vor allem als gelernte Geografin – aus vollem Herzen unterstützen möchte. Damit will ich keinesfalls sagen, dass Aktionen gegen das Leid von Menschen und Tieren nicht unterstützenswert sind, aber ich habe mich dieses Jahr für den Kampf gegen dem Müll entschieden.

Habt ihr dieses Jahr gespendet, wenn ja, an wen? Welche Projekte liegen euch am Herzen?

Hier geht's weiter!