1 Monat ohne Shoppen: ein Erfahrungsbericht

written by Lisa 5. August 2016

Besser spät als nie – diesen Beitrag habe ich schon vor ein paar Wochen geschrieben und jetzt geht er endlich online: mein Erfahrungsbericht von einem Monat ohne shoppen. Als ich euch im Mai erzählt habe, was diesen Juni alles ansteht, habe ich schon angedeutet, dass ich mich einer selbst auferlegten Challenge stelle: einen Monat kein Shoppen. Keine Spontankäufe, Klamotten oder Kleinigkeiten. Für 4 Wochen.

Warum macht man sowas?

In den meisten Fällen weiß man ja, dass man gerade wirklich nichts braucht und alles hat. Doch natürlich lasse ich mich durch Instagram, Pinterest, die Schaufenster in der Stadt, den Newslettern im Postfach, schwärmerischen Erzählungen meiner Freundinnen, penetranten Retargeting-Maßnahmen auf Facebook und anderen Bloggern beeinflussen. Und dann wächst in mir manchmal das Gefühl, dass mein Leben ohne diesen weißen Santorini-Jumper, den marrokanischen Lederpouff oder die hübsche mint-farbene Porzellanschüssel nicht komplett ist. Natürlich ist das quatsch, aber leider bin ich für sowas doch anfällig.
Und das nervt. Wie die Tatsache, dass ich in die Stadt gehe, um schwarze Socken zu kaufen und zusätzlich mit 2 T-Shirts, einem Kleid und einem Rock auf dem Kassenzettel wieder heim komme. Kennt ihr. Deshalb sollte damit Schluss sein.

Um bewusster zu kaufen, wollte ich also den kompletten Juni nichts kaufen. Verhungern musste ich nicht, denn der Kauf von Lebensmittel waren erlaubt. Schwarz fahren musste ich auch nicht, denn die Fahrkarte brauchte ich ja tatsächlich. Aber eben keine Klamotten, Schuhe, Taschen und Kleinigkeiten, die einem eben manchmal über den Weg laufen.

.: Woche 1 :.
Die fiel mir erstaunlich leicht, aber das ist wahrscheinlich immer so, wenn man – wie wir es aus der ersten Januarwoche kennen – noch voller Motivation und Zuversicht ist. Wenige Tage nach meinem Projektstart kam dann eine schon bezahlte Zalando-Bestellung vom Mai ins Haus, die sozusagen ein Gruß aus der Vergangenheit war. Bezahlen musste ich in der Woche sonst nur noch die Rechnung über meine Impfungen für Mauritius vor einem Monat.
Wishlist Woche 1: nichts.

.: Woche 2 :.
Mit Beginn von Woche zwei wurde mein Parfüm leer. Normalerweise wäre ich jetzt nach der Arbeit in der Stadt vorbei gefahren und hätte einen Ersatz gekauft – der musste jetzt aber noch ein paar Wochen warten. Als Fußball-Fan würde ich mich nicht bezeichnen, aber das Hummels& Boateng& Götze& Müller Shirt von Juniqe hatte es mir dann doch angetan. Glücklicherweise durfte ich es mir nicht kaufen und habe wieder Geld gespart.
Wishlist Woche 2: Mein Parfüm EAU PURE von Biotherm und das Fußball-Shirt von Juniqe.

https://www.instagram.com/p/BGJr-QiDUEN/?taken-by=juniqeartshop&hl=de

.: Woche 3 :.
Ich sitze so am Laptop, ganz gedankenverloren – und habe auf einmal meinen Zalando-Warenkorb bestellt! Ah, das darfst du doch nicht! Jaja, stimmt auch. Deshalb habe ich die Bestellung ganz brav wieder retourniert und gleichzeitig festgestellt, wie ich geradezu nebenbei shoppe, unbewusst und von dieser Bestellung wahrscheinlich auch wieder etwas behalten hätte, was ich gar nicht brauche.
Wishlist Woche 3: nichts.

.: Woche 4 :.
Obwohl Essen kaufen erlaubt war, habe ich versucht, mir Mittags so oft wie möglich selbst etwas zu essen mitzunehmen. Natürlich macht essen gehen mehr Spaß und ist bequemer, aber wenn man sich allein 3 Tage die Woche selbst etwas mitbringt, spart man sich 3 x 7€ DIE WOCHE. Das sind fast 80 Euro im Monat = ein paar Schuhe. Ich werde das Geld vermutlich in diese süßen, kurzen Gummistiefel anlegen, weil man die auch in der Arbeit zu tragen kann, was meint ihr?
Wishlist Woche 4: Jo Malone Wood Sage & Sea Salt und diese hübschen Gummistiefel.

Weniger Zeug, das verzichtbar ist – und doppelt so viel Geld sparen

Ehrlich gesagt hätte ich gedacht, dass auf meiner Wishlist mehr Dinge stehen würden. Da ich mich aber der Versuchung so gut es ging entzogen habe und nicht in der Stadt und diversen Online-Shops unterwegs war, ist es mir leichter gefallen, als ich vermutet habe. Allein die Entscheidung, nichts zu kaufen, war dabei schon eine Erleichterung. Natürlich gibt es Momente, bei denen man schwach werden kann (immerhin war zu der Zeit der Sommer SALE), allerdings befreit die Entscheidung auch in gewissem Maße. Digital Detox kennen ja die meisten und haben es vielleicht auch schon mal ausprobiert, aber dass eine Kauf-Restriktion ab und zu ebenso befreiend sein kann – wer hätte das gedacht? Natürlich hat dieser Selbstversuch auch einen unumstößlich-positiven Nebeneffekt: ich konnte im Juni doppelt so viel sparen, wie sonst. Und das ist doch was.

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