bildschirmfoto-2016-09-22-um-21-28-38Ihr wisst ja schon bescheid, letzte Woche war ich segeln. Um die wunderschöne italienische Insel Elba. Erste Eindrücke habt ihr auf Instagram und in einem Post am Dienstag gesehen, aber da ein Segelurlaub nicht unbedingt ein typischer Urlaub ist, möchte ich euch hier ein bisschen etwas darüber erzählen, was einen bei einem Segeltörn erwartet.

Wie hast du den Segeltörn organisiert?

Da ich niemanden kenne, der ein Segelboot hat und mir auch kein Skipper bekannt ist, den ich hätte anheuern können, haben wir den Urlaub über Join the Crew gebucht. Bei der Organisation kann man sich als Einzelperson, Paar oder auch als geschlossene Gruppe auf Segelyachten anmelden. Normalerweise befinden sich immer 8 Personen plus der Skipper an Bord jedes Boots – man wählt also auf deren Webseite die Segelregion und das Datum aus und wir dann dem entsprechenden Boot zugeteilt. Letztes Jahr, wo wir in Griechenland mit Join the Crew gesegelt sind, waren wir beispielsweise zu viert und haben dann vor Ort die 4 „Fremden“ Mitsegler und den Skipper des Boots kennengelernt. Natürlich ist es organisatorisch und oft auch menschlich einfacher, wenn sich alle untereinander kennen, denn auf dem kleinen Boot entkommt man einander nicht. Und so haben wir es dieses Jahr gemacht, als geschlossene Gruppe von 8 Personen haben wir uns angemeldet. Join the Crew stellt neben dem Boot auch den Skipper, der in erster Linie das Segeln übernimmt.
Das Konzept von Join the Crew beruht allerdings darauf, dass man tatsächlich, wie der Name bereits sagt, Teil der Crew ist. Das heißt, alle Beteiligten sind für das Boot und den Segeltörn verantwortlich, helfen mit, setzen Segel, lichten Anker, kochen Abendessen, spülen ab. Es ist ein Aktivurlaub, bei dem man die Chance hat, selbst zu segeln. Natürlich kommt der Spaß nicht zu kurz: man schwingt sich à la Tarzan vom Mast ins offene Meer, wird an Seilen hinter dem fahrenden Boot hergezogen und trinkt Abends im Sonnenuntergang einen Aperol Spritz – typisches #boatlife eben.

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Was kostet ein Segeltörn?

Das ist natürlich immer ein wichtiger Punkt – und ein Segelurlaub ist kein Schnäppchen-Urlaub. Die reinen Kosten für die Bootmiete und den Skipper belaufen sich bei Join the Crew in Europa um die 500€/Woche und Person. Zusätzlich zahlt jedes Crewmitglied etwa 200€ in eine Bordkasse ein, aus der der Initialeinkauf vor dem Segeln, Anlegegebühren in Häfen, Benzin für das Boot, Essen gehen, Brot und frische Lebensmittel unterwegs und Landaktivitäten bezahlt werden. Dazu kommen dann eure Anreisekosten. Wir sind von München aus mit 7 Personen im Minivan nach Elba gefahren, letztes Jahr sind wir mit dem Flugzeug zum Segeln nach Griechenland angereist.

Ca. 500€ Bootsmiete + Skipper
+ Ca. 200€ Bardkasse
+ Ca. 150€ Anreise
_______________________________
= Ca. 850€ pro Woche und Person

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Wie ist es mit der Hygiene an Bord?

Ein Boot ist kein Hotel – das muss man sich vorher einfach klar machen. Die Kajüten sind klein und beengt, packt daher eure Sachen in Reisetaschen und nicht in Hartschalenkoffer, da diese nirgends verstaut werden können. Toiletten gibt es an Bord, diese sind allerdings in den meisten Fällen mit Handpumpen versehen und das Klopapier darf nicht in die Toilette geschmissen werden, sondern wird in einer Mülltüte gesammelt. Es gibt eine Außendusche an Bord, wo man sich nach dem Baden mit Süßwasser abduschen und auch kurz die Haare waschen kann – auf ein großes Pflegeprogramm sollte man allerdings (auch der Natur zuliebe) verzichten.
Das mag für Manche auf den ersten Blick nicht besonders reizvoll erscheinen, aber man gewöhnt sich an alles. Vor meinem ersten Segelurlaub in Griechenland letztes Jahr wusste ich nicht, was mich erwartet, aber dafür konnte mich dieses Mal darauf einstellen. Außerdem ist man eh den ganzen Tag im Bikini und im Meer – da ist die ausgedehnte Dusche gar nicht notwendig.

Wer kümmert sich um’s Essen?

Na die Crew! In wechselnden Kochteams wird für die gesamte Mannschaft gekocht – und es ist jedes Mal wieder überraschend, wie viele phänomenale Gericht unter den Umständen gezaubert werden. Spannend finde ich, dass man so neue, köstliche Gerichte kennenlernt, weil meist die gekocht werden, die bei den einzelnen Personen daheim Standard und vielfach approved sind.
Eingekauft wird am Tag vor dem Segeltörn – 4 Stunden, 6 Einkaufswägen und 600€ später hat man die Grundausstattung beisammen. Sehr hilfreich sind dabei die Einkaufslisten vom Organisator, die einem die Größenordnungen der Lebensmittel für 9 Personen und 7 Tage aufzeigen. 150l Wasser, 70l Bier, 5kg Nudeln… wenn man sich vorher kurz abstimmt, können so auch auf Unverträglichkeiten und besondere Essenwünsche Rücksicht genommen werden.

Wo warst du genau?

Bestiegen haben wir das Boot in Punta Ala. Das ist das andere Ende der Bucht, an deren Nordende Piombino liegt (kennen einige von euch bestimmt als den Punkt, wo man mit der Autofähre nach Elba, Sardinien und Korsika übersetzt). Nach der ersten Nacht auf der Morgana im Hafen ging es zur ersten Übernachtung in die Stella-Bucht. Von dort aus sind wir über andere Buchten nach Porto Azzurro, Portoferraio und wieder nach Punta Ala gesegelt.

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Was macht man den ganzen Tag?

So ziemlich folgendes:
An Deck lesen :: sonnen :: Segeln setzen :: schlafen :: gut und viel essen :: schwimmen :: sich hinter dem Boot herziehen lassen :: Sonnenuntergänge bestaunen :: Anker setzen :: sich von Bord ins Meer schwingen :: nach Delfinen Ausschau halten :: Geschirr in der Sonne abspülen :: Wein trinken :: Aperol Spritz trinken :: exzessiv UNO spielen :: sich vom Blau des Meeres verzaubern lassen :: in einsamen Buchten übernachten :: Spritztouren an Land für einen guten Cappuccino :: an Deck schlafen :: eincremen.

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Eine Woche auf dem Meer verbringen – wer das schon mal gemacht hat, weiß, wie anders und besonders diese Art von Urlaub im Vergleich zu traditionellem „Landurlaub“ ist.
Letzte Woche war bereits mein zweiter Segelurlaub, denn letztes Jahr war ich auch schon für eine Woche in Griechenland, um an der Peloponnes entlang zu segeln. Es ist der perfekte Urlaub für alle, die Entschleunigung brauchen.

Von den Bergen ans Meer. Eine Woche Sonnenauf- und -untergänge. Each and every day.

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Ross- und BuchsteinErinnert ihr euch noch an das traumhafte letzte Augustwochenende? Bei strahlend blauem Himmel und angesagten 30°C haben Niklas und ich meine beiden Cousins, die gerade zu Besuch waren, eingepackt und sind mit ihnen in die Berge gefahren. In Hessen, wo die beiden Jungs herkommen, ist der höchste Berg die Wasserkuppe mit 950m, also kein Vergleich mit unseren Alpen. Bei ihren früheren Besuchen waren sie zwar schon auf Wanderungen, haben aber noch nie einen Gipfel komplett selbst erwandert und wollten das nun unbedingt nachholen (die Jungend heutzutage, ist das zu glauben).

Deshalb haben wir für sie einen meiner Lieblingsgipfel bzw. Lieblingswanderungen ausgesucht: den Ross- und Buchstein. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass ich euch auf flotteliselotte schon mal eine Wanderung auf die beiden Gipfel gezeigt habe, aber wie es scheint habe ich das tatsächlich nicht. Höchste Zeit, denn der Ross- und Buchstein zählt nicht ohne Grund zu den beliebtesten Hausbergen hier in der Gegend und an dem Ausblick kann man sich nie satt sehen.

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Monthly Loves in: AugustIch glaube, dieses Jahr ist das erste Jahr seit langem, indem ich mich auf den Herbst freue. Für mich ein ungewöhnliches Gefühl, weil ich schon im Hochsommer einen Post-Summer-Blues bekomme, obwohl die Sonne noch heiß und hoch steht und noch keinerlei Anzeichen für den Herbst zu sehen sind. Aber ich nehme das mal so hin – und träume Ende August schon von Stiefeln, Schals, heißer Schokolade und Parkas mit riesigen Kapuzen.
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Umgezogen bin ich schon oft, habe sogar für drei Jahre im schönen San Francisco gelebt, aber daheim war für mich immer München und Umgebung. Zum Studieren hat es Niklas und mich zwar bis an den nordöstlichen Rand Bayerns nach Bayreuth verschlagen, aber weiter ging es nie und dieses Bundesland wollen wir auch in Zukunft nicht verlassen. Zumindest auf Dauer soll der Süden von München unsere Heimat bleiben.

Wir haben bisher immer zur Miete gewohnt und möchten nun den nächsten, aufregenden Schritt tun und uns ein eigenes Heim mit Garten kaufen. Wer sich im Münchner Süden schonmal kurz umgeschaut hat, weiß, dass einem bei der Suche nach etwas Anständigem graue Haare wachsen können – wegen dem Nichtvorhandensein von in Frage kommenden Häusern oder Wohnungen und natürlich wegen den Preisen.

In die Stadt zieht es uns nicht, wobei natürlich eine Anbindung an S-Bahn, Regionalbahn oder BOB wegen der Arbeit in München wichtig ist. Uns zieht es auf’s Land (oder zumindest ins „Ländliche“), in ein Haus oder eine Wohnung mit einem Garten, indem wir Tomaten- und Himbeersträucher anpflanzen, frische Luft atmen und in Ruhe schlafen können. Natürlich haben wir noch viel mehr Vorstellungen, wie dieses Heim aussehen sollte, aber das sind zumindest die Grundvoraussetzungen.

Deshalb wende ich mich an euch: wenn ihr jemanden kennt, der jemanden kennt, der ein Haus oder eine Wohnung verkauft oder es in den nächsten Monaten vorhat, 3- bis 4-Zimmer mit Garten. Wir hatten uns irgendwas zwischen München und Aying vorgestellt, spielen allerdings auch mit einer Erweiterung  vom Landkreis München bis nach Bayrischzell, von Bad Tölz bis Rosenheim. Niklas hat dafür extra eine kleine Webseite angelegt, auf der nochmal alle Informationen und Bilder von uns (ein kleiner Steckbrief sozusagen) gesammelt stehen:
Lisa und Niklas suchen eine Wohnung bei München

Lisa und Niklas suchen eine Wohnung bei München

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Popcorn selber machenDas beste Popcorn gibt es im Kino in Haar bei München. Daran ist nichts zu rütteln, tut mir leid. Hier ist es nicht zu süß (und vor allem nicht zu wenig süß) und auch die nicht aufgepoppten Körner halten sich in Grenzen. Wie oft haben wir uns schon gedacht vor einem Videoabend dort kurz vorbei zu fahren und 2 Mal Popcorn in Größe M zu holen.

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1 Monat ohne Shoppen - flotteliselotteBesser spät als nie – diesen Beitrag habe ich schon vor ein paar Wochen geschrieben und jetzt geht er endlich online: mein Erfahrungsbericht von einem Monat ohne shoppen. Als ich euch im Mai erzählt habe, was diesen Juni alles ansteht, habe ich schon angedeutet, dass ich mich einer selbst auferlegten Challenge stelle: einen Monat kein Shoppen. Keine Spontankäufe, Klamotten oder Kleinigkeiten. Für 4 Wochen.

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Monthly Loves in: JulyUnd wieder lief der Monat nicht wie ursprünglich gedacht. Ach, gerade ist es wie verhext! Da plant man Wander-Wochenenden um euch neuen Content zu zeigen – und wegen Unwetterwarnung fällt alles ins Wasser. Schon wieder. Außerdem schulde ich euch noch meinen Erfahrungsbericht, wie es war, einen Monat nichts zu shoppen. Weiterlesen


Ich muss gestehen, dass mir auf dem Blog in den letzten Wochen etwas die Worte gefehlt haben. Dass ihr mir das nicht übel nehmt, rechne ich euch hoch an, denn das kennt ja jeder mal.
Die letzten Wochenenden bin ich nämlich in den Bergen abgetaucht und habe köstliches Essen, die beste Gesellschaft und die Aussicht von Berggipfeln bis zum Horizont genossen. Einige Auszeit-Inseln, die wir glücklicherweise jederzeit im Haus von Freunden erleben können, das von nichts als Bergen und Wald umgeben ist. Schaut man morgens um 8 den Hang vor dem Haus hinauf, sieht man fast immer Rehe oder Gämsen und vor zwei Wochen habe ich das erste Mal sogar zwei flinke Hermeline gesehen. Ziemlich idyllisch also.

Mountain Weekends

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Monthly Loves in: JuneHallo ihr Lieben, schön, dass ihr vorbeischaut! Auch wenn ihr auf Instagram immer am Ball sein könnt, war es die letzten Wochen hier auf dem Blog etwas ruhiger. Das liegt nicht daran, dass ich einfach mal faul auf der Couch liegen möchte (was sich allerdings sehr verlockend anhört), sondern eher daran, dass das Leben manchmal dazwischen kommt, Zeit und Ressourcen frisst und außerdem Pläne über den Haufen wirft.
So fallen Ausflüge, von denen ich euch so gerne erzählen wollte, buchstäblich ins Wasser oder eine fiese Erkältung zwingt mich im Bett zu bleiben – manchmal ist einfach der Wurm drin, aber ihr kennt das ja.

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